Wo Handarbeit noch Handarbeit ist

Über mich


Da ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf als Gärtner nicht mehr ausüben darf, habe ich 2007 beschlossen, mein Hobby - das Laubsägen - zum Brötchenerwerb zu machen. Ich meldete das Gewerbe an, wurde Kleinstunternehmer und begann mit aller Kraft in Form von Handarbeit gegen die immense Flut aus Übersee, Laserprodukten und Fräsmaschinen zu schwimmen.

Die Folge: ein chronischer Tennisarm, Gelenkprobleme und die Aufträge wurden immer mehr. Also schaffte ich mir eine Dekupiersäge an. Es dauerte gut und gerne ein viertel Jahr, um dieses Ding perfekt zu beherrschen. Zwischen Verzweiflung, Frust und Unmengen zersägtem Sperrholz entstanden dann allmählich die ersten ansehbaren Stücke.

Eine Werkstatt konnten wir uns nicht leisten, so zogen wir in eine 4-Raumwohnung im Erdgeschoss. Ich perfektionierte mich immer mehr und versuchte das Sägemehl auf zwei Räume zu reduzieren.


Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch von Herzen bei meiner Frau bedanken, welche täglich mit aller Macht versucht, den Staub in Grenzen zu halten. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich schon erstickt und verhungert, denn ich verbringe fast den ganzen Tag in meiner sogenannten Werkstatt.

Allerdings sitze ich nur noch etwa 6 Stunden an meiner Nähmaschine - mehr lässt die Gesundheit nicht mehr zu. Die restlichen 4 -5 Stunden nimmt der Schreibtisch in Beschlag, welcher sich in dieser Zeit des vollkommenen Bürokratismus sonst so unnütz fühlen würde.

Also aufgepasst: Ein wunderschönes altes traditionelles Handwerk! Aber heutzutage als Handarbeit? Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Sollten Sie mir also nacheifern wollen, so überlegen Sie es sich dreimal. Ohne meine Hartz-Zulage und der Hilfe meiner Freunde hätte ich wahrscheinlich schon kapituliert.

Aber jetzt hab' ich ja Sie, die Sie sich gerade diese Seite anschauen. Vieleicht gefällt Ihnen etwas oder Sie haben einen Wunsch?! Ich versuche zu helfen. Also los, immer nach dem Motto: "Erst mal schauen, meckern kann man später immer noch!"

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Volker Milke